Sportskamerad und Super-Mario

20 Okt

Interview mit Mario Krolo von 2009 (Quelle: ESV-Dahoam)

1998 wechselte Mario Krolo vom BSC Sendling zum ESV München. Ein Transfer, der sich für den ESV als absoluter Glücksgriff herausstellte. Als Fußballer war und ist der heute 33-Jährige ein Vorbild in jeder Beziehung. Seit Februar 2007 ist der „Sportskamerad“ als erster Vorstand für die Fußballabteilung verantwortlich und hat maßgeblichen Anteil an der positiven Entwicklung der Fußballabteilung.

ESV-Dahoam: Mario, Du hast eine Familie, eine Frau und zwei kleine Kinder (Lea 2,5 Jahre und Luka 13 Monate), leitest eine Baufirma mit 15 Mitarbeitern und bekleidest als Vorstand ein wichtiges und verantwortungsvolles Amt beim ESV! Was wird von Dir am meisten vernachlässigt?
Krolo: Es ist nicht immer einfach alle Aufgaben zu 100 Prozent zu erfüllen, aber ich versuche denoch in allen Bereichen, bei wichtigen Dingen da zu sein. Sicherlich stehen meine Familie und die Arbeit an erster Stelle. Dicht gefolgt von der ehrenamtlichen Tätigkeit im Verein- für die leider nicht immer austreichend Zeit bleibt. Was ich jedoch wirklich vernachlässige sind Freizeitaktivitäten bzw. mir mal Zeit für mich selbst zu nehmen.

ESV-Dahoam: Was hat Dich dazu bewegt, dieses Ehrenamt beim ESV zu übernehmen?
Krolo: Ich halte ehrenamtliche Arbeit in einem Verein für sehr wichtig und habe bereits als Jugendlicher vier Jahre lang eine F- und E-Jugendmannschaft  trainiert. Dabei konnte ich sehr viel fürs Leben lernen. Vor drei Jahren fragte mich Klaus Bley, der jahrelang die Abteilung alleine geleitet hatte, ob ich Ihn in Zukunft dabei unterstützen würde. Ich sagte Ihm spontan zu und habe mit Afrim Maliqi ein weiteres Mitglied für die Vorstandschaft gewonnen.

ESV-Dahoam: Wir kennen Dich auf dem Platz als 100prozentig erfolgsorientierten und sehr ehrgeizigen Fußballer. Wie lauten Deine Ziele, die Du beim ESV als Vorstand erreichen möchtest?
Krolo: Langfristig gesehen sind meine Ziel eine funktionierende Fußballabteilung aufzubauen, d.h. alle Jugend- und Seniorenmannschaften zu besetzen und die Abteilung zu einer Einheit zusammenwachsen zu lassen. Mittelfristig ist das Ziel die 1. Mannschaft so aufzubauen, dass sich alle ESVler damit identifizieren können und voll und ganz hinter der Mannschaft stehen.

ESV-Dahoam: Könntest Du dir vorstellen, ein vergleichbares Amt auch bei einem anderen Verein zu übernehmen?
Krolo: Ich denke nicht, da ich zum ESV eine besondere Beziehung habe und die Arbeit hier sehr viel Spaß macht.

ESV-Dahoam: Wie lange bleibst Du dem ESV in dieser Form erhalten?
Krolo: Ich hoffe noch lange, da ich wie zuvor erwähnt noch einiges vorhabe bzw. es sich hier um einen fortwährenden Prozess handelt.

ESV-Dahoam: Auf welche eigene Leistung als ESV-Vorstand bist Du besonders stolz?
Krolo: Eigene Leistung gibt es eigentlich nicht, denn im Verein arbeitet man immer im Team. Uns ist es in den letzten Jahren gelungen, eine junge charakterstarke Mannschaft zusammenzustellen, die viel Potential hat.

ESV-Dahoam: Welches Projekt steht für Dich als nächstes auf der Liste ganz oben?
Krolo: Ein Haus für meine Familie zu bauen – möglichst nah beim ESV.

ESV-Dahoam: Nach der Ära Wagner (Rudi Wagner, war von Mai 06 bis April 09 Trainer der Ersten, d. R.) wurde im Sommer mit Michael Seyberth ein neuer Coach verpflichtet. Was unterscheidet Seyberth von seinem Vorgänger?
Kroko: Michael Seyberth ist sehr ehrgeizig, engagiert und emotional – wenn es sein muss fliegen bei ihm auch mal die Fetzen. An oberster Stelle steht für ihn – genauso wie für mich auch – der Erfolg der Mannschaft. Für unseren jungen Spieler, die noch geführt werden müssen, ist er der Richtige!

ESV-Dahoam: Wie bist Du mit dem bisherigen Saisonverlauf der 1. Mannschaft zufrieden?
Krolo: Man muss mit dem Saisonverlauf zufrieden sein. Wenn man sich die einzelnen Spiele ins Gedächtnis ruft, wäre sogar ein besserer Tabellenplatz möglich gewesen.

ESV-Dahoam: Was ist in dieser Saison mit diesem Kader möglich?
Krolo: Ich denke, dass sogar ein Aufstiegsplatz möglich ist. Aber nur wenn alle Spieler dieses Ziel vor Augen haben und sich dafür „aufopfern“. Dazu gehört auch eine ständige Anwesenheit im Training und bei den Spielen.

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